Der Fortunastollen

Die "Fortuna Fundgrube" in Deutschkatharinenberg wird 1620 an den Verwalter der kurfürstliche Saigerhütte Grünthal gegeben, damit das benötigte Kupfererz gewonnen werden kann. Schon 1632 werden die Anlagen durch die kaiserlichen Truppen unter General Holk zerstört. Die beschäftigten Bergleute waren sogenannte Exulanten und kamen aus dem benachbarten in Böhmen liegenden St. Katharinaberg (Hora Svate Kateriny). Der Abbau von Kupfererz und die Zulieferung an die Saigerhütte in Grünthal hatte zur Ansiedlung in Deutschneudorf durch die Errichtung zweier sogenannter "Hoher Öfen" geführt. Gründung
Die Anteilseigner (=Kuxinhaber) wechselten im Laufe der Zeit. Hervorzuheben sind u.a. der Grundherr von Sankt Katharinaberg und der Eigner der Saigerhütte in Grünthal.
Die Bergbauanlage wurde mit mehrjährigen Unterbrechungen und verschiedenen Betreibergesellschaften (zuletzt z.B. die Saxonia Morgenröte) bis Mitte des 19.Jahrhunderts betrieben. Der Bergbau wurde eingestellt, weil die Gangarten nicht mehr ergiebig waren. Erliegen
Als ein Zentrum des Bergbaus ist der "Fortuna Erbstollen" zu nennen, der auf dem Gang Fortuna angelegt wurde. Dieser Gangzug unterquert die Talsohle des Schweinitzbaches (=Landesgrenze) und setzt sich auf der böhmischen Seite im "Nicolai Stollen" unmittelbar fort. Hier lag der Ursprung und das Zentrum des Gangerzbergbaus. Vor 1945 war dieser Stollen als Besucherbergwerk eingerichtet. Es wird z. Zt. geprüft, inwiefern dieser Teil wiederaufgefahren werden kann. Bergwerk
Auf deutscher Seite existierten noch der Katharinenstollen und der Mönchschacht mit mehreren Strecken (Begriffe). Weitere Stollen sind bekannt aber offensichtlich ohne Bedeutung.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges lag eine Transportkompanie der SS im Ort. In diesem Zusammenhang gibt es Indizien, daß hier das berühmte Bernsteinzimmer liegen könnte. Bernstein-
zimmer
An den Talhängen des Schweinitzbaches findet man zahlreiche bewaldete Pingen-Halden-Komplexe, die zu einem umfangreichen Altbergbaugebiet gehören. Durch Stollen und Schächte wurden die anstehenden silberhaltigen Kupfererzgänge aufgeschlossen und das Bergwasser abgeführt.
Die Fortuna Bernstein GmbH unter Vorsitz von H.-P. Haustein fährt den den Stollen seit 1998 auf. Nachdem im Frühjahr 2000 Fördermittel ausgereicht wurden, wird der Stollen als Besucherbergwerk hergerichtet.
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